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Mittwoch, 14. April 2010

Wo ist Sami? © Angelina de Satura

Endlich hatte Lisa Geburtstag. Jetzt war sie alt genug für das tollste Geschenk ihres Lebens. Sie wünschte sich so sehr ein Haustier. Mama ging mit ihr zu einer Zoohandlung. 
Beim Öffnen der Tür erklang hell ein Glöckchen. Verschiedene Vogelarten trillerten, zwitscherten oder pfiffen laut und grell. Lisa entdeckte Wellensittiche, Kanarienvögel und viele, die sie überhaupt nicht kannte. Alle sahen wunderschön aus.
Leo der Verkäufer, mit einem Papagei auf der Schulter, kam aus dem Nebenzimmer.
"Hallo! Ich bin Coco!", grüßte der bunte Vogel.
Leo kraulte den Krummschnabel und lobte:
“Coco, du bist ein braver Junge!”
“Coco braver Junge!”, wiederholte Coco und knabberte am Ohr seines Herrchens.
Leo half Coco in seinen Käfig und sagte:
“Guten Morgen meine Damen, was kann ich für sie tun?”
“Ich darf mir ein Haustier aussuchen!”, antwortete Lisa stolz.
“Wie wäre es mit einem Nagetier?”, bot er an.
Er führte sie ins Nebenzimmer. Dort befanden sich Zwerghäschen, Meerschweinchen, Ratten, Hamster und Mäuse! Die neugierigen Hamster mochte Lisa am liebsten. Ein Hamstermännchen stellte sich und hielt sich mit seinen Vorderpfoten am Käfig fest. Er schaute Lisa vorwitzig an. Als sie näher kam, versuchte er seine Schnauze durch das Gitter zu zwängen. Es sah so aus, als ob dieses Tier sich Lisa ausgesucht hätte. Lisa zeigte auf den kleinen Kerl und sagte:
"Den möchte ich haben!"
Lisa nannte ihn Sami. Sie kümmerte sich gut um ihn. Sami hatte stets frisches Futter, Trinken und einen sauberen Käfig. Er durfte sich frei bewegen sobald Lisa sich in ihrem Zimmer aufhielt. Wenn sie von der Schule kam, wartete Sami schon. Während Lisa ihre Hausaufgaben erledigte, krabbelte er auf ihre Schulter, unter ihr langes Haar und schlief. Aber heute Abend geschah etwas Furchtbares. Als es Zeit war ins Bett zu gehen, war Sami verschwunden. Lisa bat Mama um Hilfe und sie suchten zusammen. Sie schauten unter Lisas Bett, schoben Regale vor und durchsuchten den Mülleimer… Nichts.
Mama hatte eine Idee:
“Am besten legst du ein Leckerli in Samis Käfig. Sobald er Hunger bekommt, wird er dorthin laufen.”
Lisa wählte den schönsten Apfel aus. Sie schnitt ein großes Stück ab und legte es in Samis Reich. Mama deckte Lisa zu und tröstete sie:
“Er wird bestimmt wieder auftauchen!”
Mama schaltete das Nachtlämpchen an und das große Licht aus. Sie gab Lisa einen Kuss und ging. Lisa konnte nicht einschlafen. Sie sorgte sich um Sami! Sie drückte schluchzend ihre Puppe Nana an sich. Plötzlich bewegte Nana ihren Kopf hin und her. Lisa bekam solche Angst! Sie schrie so laut sie nur konnte:
“Mamaaa!”
Die Tür ging auf und das Licht an. Mama stand im Zimmer und fragte erschrocken:
“Was ist passiert?”
Lisa lief zu ihrer Mutter und zeigte auf die Puppe im Bett. Sie stotterte aufgeregt:
“Sch… schau… Nana lebt!”
Nanas Kopf bewegte sich heftiger! Aus ihrem Haar kroch etwas heraus…
Es war der verschlafene Sami. Er gähnte, streckte sich und hielt sein rosa Näschen schnüffelnd in die Luft… Genau Richtung Apfelstück.


Samstag, 20. März 2010

Krümel, der Held © Angelina de Satura

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Mama bekam starke Bauchschmerzen. Oma rief den Arzt an und der Arzt rief den Krankenwagen. "Das Baby kommt", hatte der Doktor gesagt. Das Heulen der Sirene war schon lange bevor der Rettungswagen ankam zu hören. Zwei Männer eilten mit einer Trage ins Haus und legten Mama darauf. Sie brachten sie schnell in den Wagen und sausten mit Lärm und Blaulicht wieder davon. 
"Alles wird gut, Kleines", versprach Oma und drückte Celina liebevoll an sich.
"Lass uns mit Krümel spazieren gehen. Das wird uns guttun", schlug sie vor.
Krümel war Omas Hund und genau so groß wie sein Name. Er glich einem Teddybär und konnte springen wie ein Känguru. Beim Rennen schlug er Haken wie ein Hase. Doch wenn er bellte, klang er wie Bernies "Quietsch-Entchen" aus der Sesamstraße. Krümel mochte es Menschen zu begrüßen. Er freute sich so sehr, dass sein Schwänzchen, statt zu wedeln, sich sofort wie ein Propeller drehte! Es sah aus, als ob sein Hinterteil jeden Moment abheben könnte. Kaum einer konnte an ihm vorbeigehen ohne zu rufen: "Oh wie süß!" 
Als sie den nahen Park erreichten, ließ Celina Krümel von der Leine. Er lief kreuz und quer und schnüffelte überall.
Plötzlich verschwand er hinter ein Gebüsch. Celina rief ihn zurück aber Krümel kam nicht. Nur sein piepsiges Winseln war zu hören. Sie und Oma mussten zu ihm. Krümel leckte ein felliges Etwas zärtlich ab. Es lag in einem Loch und konnte nicht fliehen. Es hatte Knopfaugen und riesengroße Ohren.

"Das ist der Osterhase!", staunte Celina. Sie zog ihre Jacke aus, wickelte ihn damit vorsichtig um und trug ihn.
Sein Herz klopfte stark und er zitterte am ganzen Körper.
"Wir werden Rudi fragen was mit ihm los ist", sorgte sich Oma.
Rudi war Omas Nachbar und ihr liebster Freund. Er züchtete Kaninchen.
"Wen bringt ihr mir denn da?", fragte Rudi. "Der sieht ja aus wie der Osterhase!", stellte er lachend fest.
Rudi untersuchte ihn und meinte der Hase schien erschöpft zu sein.
Wahrscheinlich wurde er gejagt. Er brachte das arme Tier in ein Freigehege. Celina stellte ihm Wasser und Futter hin.
"Mehr können wir nicht machen", meinte Rudi. "Morgen wissen wir mehr."
Am frühen Morgen wollte Celina nach dem Osterhase sehen. Rudi war auch schon da.
"Dem Osterhasen geht es wieder gut! Lassen wir ihn frei", sagte Rudi und öffnete das Gehege.
Der Hase schlug Haken durch Rudis Garten in den Wald. Kurz bevor er ins Dickicht verschwand, schaute er nach Celina. Krümel rannte ihm hinterher und blieb plötzlich stehen. Er bellte, besser gesagt, er quietschte aufgeregt. Celina lief zu Krümel hin.
Süßigkeiten und bemalten Eier lagen verteilt am Boden. Mitten drin, ein Kauknochen, der doppelt so groß war wie Krümel selbst.
 
"Das war wirklich der Osterhase, nicht wahr Krümel?", lachte Celina während Krümel den Riesenknochen zu verbuddeln versuchte.
"Celina, wir fahren zu Mama ins Krankenhaus!", rief Oma aus dem Küchenfenster.
Mama lag im Bett und freute sich Celina zu sehen.
"Frohe Ostern!", lachte Mama und zeigte auf das Baby.
Celina war glücklich, endlich eine große Schwester zu sein.


  

Dienstag, 16. März 2010

Karl und Goliath © Angelina de Satura

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“So Junge, hier musst du aussteigen!”, sagte der freundliche Schaffner.
Er öffnete die Tür und half Karl die Stufen des Wagons hinunter. Nachdem alle Reisenden ein- oder ausgestiegen waren, pfiff der Schaffner laut auf seiner Pfeife. Dabei winkte er dem Lockführer zu und stieg wieder ein. Die Türen schlossen sich und der Zug fuhr ab.


“Hallo, Karl!”, grüßte Tante Paula schon von weitem. 
Karl lief fröhlich auf sie zu, und die Tante drückte ihn fest in ihre Arme. Tante Paula besuchte oft Mama und Karl, aber er war noch nie bei ihr.

Hinter der Tür des umzäunten Grundstücks wartete ein Hund, so groß wie ein Pony. Er wedelte kräftig mit seinem Schwanz, dadurch wackelte sein Hintern hin und her. Er schaute Karl neugierig an. 


“Das ist Goliath. Du brauchst keine Angst vor ihm zu haben”, versicherte Tante Paula. 


Karl versuchte an dem unheimlichen Zottelriese vorbei zu kommen, doch plötzlich spürte er einen warmen und feuchten Lappen über die linke Hälfte seines Gesichts. Das war Goliaths erster Hundekuss. Der Zweite, diesmal auf die rechte Seite, folgte sogleich. 
“Er mag dich!”, erklärte Tante Paula. 
“Hoffentlich hat er mich nicht zum Fressen gern!”, lachte Karl und kraulte den glücklichen Teppichvorleger. 
“Miau!”, hörte er. 



“Das ist Hexe!”, schmunzelte Tante Paula. 
Eine schwarze Katze kam ganz langsam mit hoch erhobenem Schwanz auf ihn zu. Sie miaute, blinzelte Karl an und miaute nochmals.  
Goliath wollte Hexe auch begrüßen. Doch sobald er sich zu ihr bewegte, machte sie einen Buckel. Sie fauchte und grummelte bedrohlich, bereit ihre scharfen Krallen zu benutzen. Das wusste Goliath nur zu gut und wendete sich von ihr ab. Hexe streifte schnurrend an Karls Beine. Sie genoss es von ihm gestreichelt zu werden.
Tante Paula stand vor dem Gartenteich und rief Karl zu sich. 
“Bewege vorsichtig deine Finger in das Wasser”, sagte sie ihm. Karl tat es. Ein großer Goldfisch tauchte an der Oberfläche auf. 
 


“Das ist Blubb”, stellte sie ihm vor.

Karl und Mama wohnten bis vor kurzem in einem Hochhaus. Dort waren Haustiere verboten. Jetzt werden sie bei Tante Paula einziehen. Mama wollte nachkommen. Karl war glücklich. Goliath und er waren richtige Freunde geworden. Es gab kein Goliath ohne Karl und kein Karl ohne Goliath.



Das Telefon klingelte und Karl hob ab.   
“Hallo Schatz!“, sagte Mama,“ Es tut mir Leid, wir können nicht bei Tante Paula wohnen”. 
Für Karl ging die Welt unter. Sein Herz klopfte und er war den Tränen nah. 
“Aber warum nicht?”, schrie er verzweifelt in den Hörer. 
“Mach die Haustür auf”, sagte Mama plötzlich. 
“Was?”, Karl verstand nicht was das sein sollte. 
“Haustür aufmachen!”, rief Mama noch einmal bevor sie auflegte. 
Karl ging zu Tür und öffnete sie. Vor ihm stand Mama und hinter ihr, der Umzugswagen.


 “April, April!”, lachte sie und umarmte ihn herzlich.

Sonntag, 14. März 2010

Warten auf Basko © Angelina de Satura


Wassili schaute traurig aus dem Fenster. Basko, sein zahmer Wolf war verschwunden. Seit Tagen hoffte der Junge, dass sein bester Freund zurückkommen würde. Aber vor dem Kamin blieb Baskos Lieblingsplatz leer.


Es schneite, wie vor einem Jahr, als er seinen Großvater ins Dorf begleiten durfte. Auf dem Heimweg hörten sie ein leises Wimmern. Sie fanden einen Welpen, der sich zitternd an eine tote Wölfin schmiegte. Trotz Großvaters Bedenken, durfte Wassili den Kleinen großziehen. Basko entwickelte sich zu einem prächtigen Wolf. Er konnte aus dem Haus gehen wann immer er wollte, aber noch nie war er so lange fortgeblieben.
Großvater hackte in der Kälte Holz. Wassili ging zu ihm und fragte:
“Opa, warum kommt Basko nicht nach Hause?”
Großvater unterbrach seine Arbeit, beugte sich zu seinem Enkelkind und meinte sehr ernst:
“Hör zu Kleiner, Basko wird nicht mehr wiederkommen! Er ist jetzt ein wildes Tier. Ich habe ihn im Wald gesehen, er hat mich angeknurrt und…”
“Du lügst!”, unterbrach ihn Wassili und lief fort.
“Wassili bleib hier!”, befahl Großvater und versuchte ihn einzuholen.


Doch Wassili war schneller. Er rannte aus dem Hof an einem gefrorenen See vorbei. Erst als er stolperte und in den eiskalten Schnee fiel, wurde ihm bewusst, dass er sich verirrt hatte. Es war schon Nacht. Der Vollmond schimmerte durch kahle Bäume und erhellte die weiße Landschaft.


Der Schatten eines Tieres löste sich von den Umrissen der Umgebung. Die Gestalt kam langsam auf ihn zu. Der Junge erkannte einen Wolf mit hochgezogenen Lefzen, der fürchterlich knurrte. Wassili starrte entsetzt auf die riesigen Zähne der Bestie. Dann schloss er ganz fest seine Augen. Plötzlich gesellte sich ein vertrautes Fauchen dazu. Als er seine Augen wieder öffnete, stand Basko vor ihm. Um ihn zu beschützen, hatte sich Basko zwischen Wassili und das wilde Tier gestellt. Der andere Wolf sah den Jungen als seine Beute an und hatte vor, sie zu verteidigen. Es folgte ein schlimmer Kampf, bis einer laut aufjaulte und mit eingezogenem Schwanz das Weite suchte.


“Basko, du hast mich gerettet!”, lachte Wassili und streichelte vorsichtig das verletzte Tier.
“Junge, wo bist du?”, rief Großvater aus der Ferne.

“Ich bin hier!”, antwortete Wassili so laut er nur konnte.
Er drückte Basko liebevoll an sich und versprach ihm:
“Alles wird wieder gut. Opa bringt uns jetzt nach Hause und ich werde deine Wunden pflegen.”
Doch Basko befreite sich sanft aus seiner Umarmung und bewegte sich von ihm fort.
“Basko, bitte geh nicht weg!”, flehte ihn Wassili an.
“Was für ein Glück Junge, es ist dir nichts passiert”, stellte Großvater erleichtert fest.
Er hob den weinenden Jungen hoch und schloss ihn in seine Arme. Basko warf einen letzten Blick auf seinen Menschenfreund und verschwand in die Dunkelheit des Waldes.
“Basko, komm zurück!”, schrie Wassili verzweifelt.
Großvater besänftigte den Jungen mit ruhiger Stimme:
“Du möchtest doch das Basko glücklich ist, oder?”
Wassili stimmte schluchzend zu.
“Dann freue dich doch für ihn. Er lebt unter seinesgleichen in Freiheit. Nur das macht einen Wolf wirklich glücklich!”
Trotz Tränen und schniefender Nase, lächelte Wassili jetzt.
“Alles Gute Basko!”, rief er seinem besten Freund nach.


Aus den tiefsten Wald erklang darauf das Heulen eines glücklichen Wolfes.

Freitag, 12. März 2010

Ohne Worte © Angelna de Satura

Opa mit Kind
schauen uns zu
und erstaunt sind
Hund lernt im Nu

Die Hand schnell runter
Zeigt lautlos: Platz! 
Fröhlich und munter
Gehorcht mein Schatz

Mit Finger winke
Eilt er herbei
An meiner Linke
Auch rechts dabei

Stumme Befehle
Sein Lieblings Spiel
Weil gute Seele
Arbeiten will

Der Großvater
lacht frohgemut:
“ Junge”, sagt er
“ Der Hund hört gut!”

Sonntag, 21. Februar 2010

Maus,Katze,Hund © Angelina de Satura


Eine kleine Maus
Lief durchs ganze Haus

Da fiel eine Tatze
Die war von ‘ner Katze

http://www.GratisSmilies.de/gifs/katze/a_ti_k01.gif

Der Boden blutrot
Und die Maus war tot

Da kam an der Hund
Biss die Katze wund
http://www.GratisSmilies.de/gifs/hund/a_ti_h07.gif


Sie war nicht mehr ganz
Ihr fehlte der Schwanz

Den trug der Hund stolz
Wie ein Stückchen Holz

http://www.GratisSmilies.de/gifs/linien/blood.gif


Schön euch zu sehen

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Februar 2010

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